Textverständnis, Wortschatz und Grammatik

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Kapitel 1

Ich stieg aus, stand auf dem Kiesweg vor der Garage und atmete tief die kühle, frische Gebirgsluft ein.

Im nächsten Moment fing ich auch schon an zu frieren. Hier oben war es viel kälter als unten in Shadyside. Ich liess den Blick über die dunklen Tannen wandern, die die Berge bedeckten und sich als schwarze Schatten vor dem sternenlosen schwarzvioletten Nachthimmel abhoben.

„He, war das etwa eine Schneeflocke?“ Ken hielt beide Hände auf.

„Die einzige Flocke weit und breit hier bist du!“, neckte Jenny ihn und schubste ihn mit beiden Händen.

Er tat, als würde er rückwärts taumeln, bis er schliesslich auf der Kühlerhaube des Wagens landete. Der Chauffeur war schon dabei, unsere Taschen und Skier aus dem Kofferraum auszuladen, und bekam zum Glück nichts davon mit.

Ich drehte mich um und betrachtete das Haus. „Wow!“, rief ich laut. Das Gebäude war wirklich beeindruckend: Lang gestreckt und mit seinem niedrigen Dach, sah es wunderschön aus.

Jenny und Ken kamen mit knirschenden Schritten zu mir gelaufen. „Es ist ja noch viel grösser, als ich gedacht hatte!“, staunte ich.

Das Haus bestand ganz aus Holz und hatte vorn riesige Fenster. Es sah aus wie eine Skihütte, mit dem einzigen Unterschied, dass diese „Hütte“ sich über das gesamte Bergplateau erstreckte.

„Ich war schon öfter hier“, verkündete Josh. „Es ist einfach super. Es gibt rundherum keine anderen Häuser, die einem die Sicht versperren, und auch nach hinten hinaus hat es Glastüren und riesengrosse Fenster. Von dort aus hat man einen meilenweiten Blick ins Tal!“

Plötzlich strich ein grelles weisses Licht über die Hausfassade. Wir drehten uns um und sahen ein Auto mit aufgeblendeten Scheinwerfern durch die Dunkelheit langsam näher kommen.

Dara fuhr mit ihrem Jeep dicht neben unsere Limousine, bremste scharf und kam nur zwei, drei Zentimeter vor unseren Koffern zum Stehen. Die Scheinwerfer des Wagens beleuchteten die Vorderseite des Hauses.

Dara drückte zweimal auf die Hupe, dann sprang sie aus dem Wagen und kam auf uns zugestürmt, um uns zu begrüssen. Ihre blond gesträhnten Haare wehten im Wind.

Sie war allein. Keine Eltern in Sicht.

„Wie schnell ihr wart!“, rief sie. „Eigentlich wollte ich ja vor euch hier sein.“ Dara trug ihren blauen Skianorak offen über einem weissen Pullover.

„Dara, wo sind denn deine Eltern?“, fragte ich sie als Erstes.

„Sie haben es einfach nicht einrichten können, auch herzukommen. Aber wir werden sicher auch ohne sie überleben!“, sagte sie und zwinkerte uns verschwörerisch zu.

Ich schluckte schwer. Das würde meinen Eltern aber gewaltig gegen den Strich gehen, dass kein einziger Erwachsener mit von der Partie war. Aber wo ich jetzt schon einmal hier war, beschloss ich einfach, das Beste daraus zu machen und es ihnen gar nicht zu erzählen.

„Wo bleibt bloss der Schnee?“, meinte Dara und schaute in den Himmel. „Wie sollen wir ohne Schnee Ski laufen? Da werden wir hier oben ja verrückt. Womit sollen wir uns dann die Zeit vertreiben? Scharaden sind mir ein Gräuel. Ihr müsst mir hoch und heilig versprechen, dass wir keine Scharaden spielen. Und in Trivial Pursuit bin ich auch miserabel. Ehrlich, das letzte Mal, als ich es gespielt hab, hat es damit geendet, dass ich die Kärtchen ins Feuer geworfen habe!“

Das war wieder mal typisch Dara! Sie redet wie ein Wasserfall, ohne Punkt und Komma und immer ganz aufgeregt. Ausserdem hat sie eine heisere, leicht krächzige Stimme, sodass sie sich ein bisschen wie eine Ulknudel anhört.

Dara sieht nett aus, richtig süss, ist aber nicht so eine Naturschönheit wie Jenny. Sie hat eine lange blonde Lockenmähne, in die sie sich weissblonde Strähnchen einfärben lässt. Ausserdem hat sie eine kesse kleine Stupsnase. Aber ich hab so den Verdacht, dass da ein Schönheitschirurg kräftig nachgeholfen hat, bevor sie im letzten Jahr nach Shadyside gezogen ist.

Das Schönste an ihr sind ihre Augen. Sie sind gross und rund und von einem wunderschönen, leuchtenden Blau.

Dara kramte in den Taschen ihrer Skijacke und zog die Hausschlüssel heraus. „Ohne Schnee sind wir wirklich aufgeschmissen! Vielleicht hilft es ja, wenn wir später im Mondschein einen Schneetanz aufführen“, sagte sie, als sie die Eingangstür aufschloss und öffnete.

Quelle: Fear Street, Das Geständnis

Das Haus befand sich ...

... auf einem Bergplateau.
... auf einer Insel.
... unten in Shadyside.
... im dunklen Tannenwald.

Was trifft zu?

Es ist Nacht und kühl
Es ist Mittag und heiss
Es ist viele Sterne am Nachthimmel

Das Haus hatte ...

... riesige Fenster
... kleine Fenster

Das Haus sah wie ...

.. eine Skihütte aus.
.. eine Garage aus.

Wer lud die Taschen und Skier aus dem Kofferraum?

Der Chauffeur
Ich
Ken
Jenny

Wer fuhr den Jeep?

Dara
Der Chauffeur
Daras Mutter
Daras Vater

Dara hat ...

.. blaue Augen und einen blauen Skianorak.
.. blaue Augen und einen blauen Pullover.
.. blonde Haare und wunderschön grüne Augen.

Die Eltern von Dara ...

... konnten es nicht einrichten zu kommen.
... sind schon im Haus.
... kommen später mit der Limousine.

Jenny ...

... ist eine Naturschönheit.
... hat eine Stupsnase.
... hat den Hausschlüssel.